M. Hieronymus Tilesius

  • Geboren am 20.11.1529 in Hirschberg ( Riesengebirge )
  • Stammt aus der Familie Tilischen von Tilenau
  • Lyzeum in Breslau
  • 1548 zum Studium nach Leipzig
  • Magister, Baccalaureus der Theologie
  • Von 1552 – 1554 Prediger an der Nikolaikirche und Georgi in Mühlhausen
  • Danach Prediger in Zörbig und Superintendent in Delitzsch
  • Von 1557 – 1566 wieder in der Freien und Reichsstadt Mühlhausen als Superintendent und Reformator tätig
  • Gestorben an der Pest am 17.9.1566 in Mühlhausen

Tilesius von Tilenau

tl_files/tilesius_template/bilder/Tilesius_von_tilenau.jpgTilesius wurde am 17.Juli 1769 in Mühlhausen geboren. Seine Familie war schon seit dem 16. Jh sehr angesehen in Mühlhausen. Sie stellte viele Bürgermeister und Senatoren. Er besuchte das Mühlhäuser Gymnasium und studierte dann in Leipzig mehrere naturwissenschaftliche Fächer sowie Medizin. 1797 promovierte er zum Dr. phil. und Magister der freien Künste und 1801 zum Dr. med.

Ab 1803 war er Professor an der Universität Moskau und nahm von 1803-1806 an der ersten russischen Weltumsegelung als Wissenschaftler und Zeichner unter Kapitän von Krusenstern teil. Es entstand ein umfangreicher Bildatlas, der heute im Archiv der Stadt Mühlhausen aufbewahrt wird.

1809 wird Tilesius zum Außerordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Petersburg ernannt. Außerdem war er Mitglied bzw. Ehrenmitglied an 22 weiteren Gelehrtengesellschaften.

1814 kehrt Tilesius nach Mühlhausen zurück. Er wohnte in der Wanfrieder Straße 142. Die deutschen Universitäten würdigten ihn nicht und er wäre am liebsten nach Rußland zurückgekehrt. Aber er verstarb am 17.Mai 1857 in Mühlhausen.

Noch heute zeugen einige Eigennamen von diesem bedeutendem Mann: Das Tilesius-Gymnasium, die Tilesiushöhe und die Tilesiusstraße, die allerdings nach seinem Sohn Adolph benannt wurde.